Urlaubszeit – an alles gedacht?

Die Koffer sind gepackt, die Blumen gegossen, der Müll runtergebracht, alle Fenster zu, das Taxi bestellt… der Strand ruft! Jeder hat seine eigene „Urlaubs-Checkliste“, die er streng befolgt, sonst ist es mit der Entspannung am Ferienort nicht weit her. Und es gibt noch einen weiteren Punkt, den insbesondere Anwohner aus den stark zugeparkten Stadtteilen beachten sollten: Wenn das eigene Fahrzeug länger als 4 Tage im öffentlichen Verkehrsraum steht, muß der Fahrzeughalter dafür sorgen, daß alle paar Tage nach dem Rechten gesehen wird. Möglichweise wird genau hier eine temporäre Halteverbotszone eingerichtet. Das Fahrzeug würde dann kostenpflichtig umgesetzt! Wenn die Aufstellfristen gewahrt wurden, ist das ein rechtmäßiger Vorgang. (OVG Münster, VM 1996, 63; BVerwG NJW 1997, 1021). Ganz sicher geht man also, indem man bei längerer Abwesenheit den Autoschlüssel bei Bekannten deponiert, und das zuständige Polizeirevier informiert. Auch eine Handynummer im Fahrzeug sichtbar auszulegen, kann hilfreich sein. Denn nichts zerstört schneller die gute Urlaubslaune, als das Auto auf dem Abschlepper zu wissen..

Bahn frei für den Nachtlauf Hamburg

Letzten Freitag wurde in Hamburg die Nacht zum Tag. Wie in jedem Jahr erleuchtete der Nachtlauf die gesamte Strecke rund um die Außenalster und tauchte die Hamburger Innenstadt in ein magisches Licht. Bereits zum neunten Mal jährt sich das leuchtende Ereignis und die Teilnehmerzahl steigt immer weiter. Bereits im letzten Jahr waren über 5000 Läufer für den hanseatischen Alsterlauf gemeldet, in diesem Jahr waren es sogar 5470 Hamburger, die sich den schönsten Lauf von Hamburg nicht entgehen lassen wollten. Auch 66 Kinder und Jugendliche waren diesmal dabei und konnten beim Kinderlauf zeigen was sie konnten. Besonders reizvoll wird der Lauf durch die hell erleuchtete Alster und die angrenzenden Alleen, die man sonst nur vom Auto aus bewundern kann. Als Sponsoren waren unter anderem  BMW und Sport Scheck mit dabei. Zudem kamen pro gelaufenem Kilometer jeden Teilnehmers fünf Cent dem Projekt „Sport im Hort“ zugute. Damit fördert SportScheck in Hamburg und allen weiteren Städten der Stadtlaufserie eine Initiative für mehr Bewegung in Kinder- und Jugendtagesstätten. Und wer war noch dabei? Richtig, Platzda! Mit drei Mann und drei Einsatzfahrzeugen ging es am Freitag raus in die Hamburger Nacht, um die Straßen rund um die Außenalster gemeinsam mit der Polizei abzusperren. Unsere Fahrzeuge waren randvoll mit Hinweisschildern, … Weiterlesen

Platzda im Einsatz bei Hochwasser

So gern wir unseren Job machen – manchmal gibt es einfach Wichtigeres als Halteverbotsschilder aufzustellen. Der ganze Elblauf Deutschlands ist vom Hochwasser bedroht und an allen Stellen kämpft man gegen die Fluten und die Zeit, damit unsere norddeutsche Flusskönigin, die Elbe, nicht über ihre Ufer tritt. Daumen drücken, Hausfassaden abdichten, Dämme stärken und haufenweise Säcke stapeln. Das kostet Unmengen an Energie und es werden helfende Hände und Lieferwagen an allen Ecken und Enden benötigt. Weil Solidarität für uns kein Fremdwort ist, haben wir kurzerhand unsere Platzda-Pritschenwagen zum Sacktransporter umfunktioniert und fleißig mitgeholfen in Dresden den dortigen Damm zu erhöhen. Der öffentliche Hochwasserschutz ist in Dresden mehr als überfordert und in der sächsischen Hauptstadt steht das Wasser schon bis zur Oberkante des Damms. Die Dresdener sind Kummer gewohnt, doch hoffen natürlich viele auf eine Rettung ihrer Innenstadt und Wohngebiete. Dresden hingegen beweist wieder einmal, wozu Menschen fähig sind, wenn sie zusammen halten. Die Hilfsbereitschaft hier ist riesengroß, einfach überwältigend. Man hat das Gefühl, die ganze Stadt stemmt sich gegen die Elbe – und es wird immer noch kritischer. Für aktuelle Infos, schaut mal in diese Facebook-Gruppe: www.facebook.com/FluthilfeDresden Hier ein paar weitere Fotos von unserem Einsatz in Dresden .

Geschichten vom Schilderförster: Treppenwitz Teil 2

–Guten Tag, sagte ich und trat unter das Fenster. Irgendwie hatte ich die Hoffnung, vernünftig mit ihr reden zu können. Wie sich herausstellte, lag ich damit vollkommen daneben. –Was machen Sie hier, verschwinden Sie dahin, wo Sie herkommen, fauchte sie von oben herab. Ja, was mache ich hier, so langsam begann ich, mich das auch zu fragen. Inzwischen war der Herr des Hauses wieder erschienen, fest entschlossen, sich an dem verschraubten Schild einen Bruch zu heben. Ich ging zu ihm und sagte, er solle sich doch bitte nicht solche Mühe geben, sich am Ende noch zu verletzen. Er schnaufte und gab auf, während ich ihn ein letztes Mal bat, mir zuzuhören. Feindselig sah er mich an und stellte fest, dass er mit so etwas wie mir nicht reden werde, ich würde seine Sprache doch ohnehin nicht verstehen, und als ob das alles noch nicht genug gewesen wäre, unterstellte er mir auch noch, unter Einfluss „verbotener Substanzen“ zu stehen. Dann verschwand er wieder im Garten, und ich blieb sprachlos zurück. Im Kopf ging ich jedes Wort noch einmal durch, und am Fenster über mir stand eine ältere Dame, die mich fortwährend mit Blitzen durchbohrte. Schließlich kam ich zu dem Schluss, dass … Weiterlesen

Geschichten vom Schilderförster: Kein Treppenwitz

Als ich wegfuhr, folgte meiner Aufregung die keineswegs neue Erkenntnis, dass selbst im beschaulichsten Idyll das Böse ein Zuhause hat. Bevor ich beginne, möchte ich alle Bewohner des Blankeneser Treppenviertels, mit Ausnahme zweier, um Entschuldigung bitten, denn Ihr wunderbares Dorf ist in meinen Augen der zauberhafteste Ort Hamburgs und verdient wahrlich nur wohlklingende Lieder. Doch leider spielt genau dort die unglaublichste Episode, welche der Förster zu berichten hat: Umständlich manövrierte ich in die enge Einfahrt gegenüber und hoffte, dass ich für die kommenden Minuten hier unbehelligt stehen konnte. Dann öffnete ich die Pritsche und schnappte mir einen Schilderfuß, den ich über die schmale Fahrbahn trug. Auf der kleinen, betonierten Fläche zwischen Fahrbahn und Hauswand befanden sich bereits zwei so genannte Big Bags, für die ich das Halteverbot einrichten sollte. Im Grunde war für meine Schilder dort gar kein Platz mehr! Ich ließ den Schilderfuß aus Hüfthöhe an seinen erkorenen Platz fallen. Zugegeben, ich machte mir in diesem Moment wirklich keine Gedanken, wie laut dies durch ein zweihundert Jahre altes Puppenhaus dringen mochte. Ein Fehler! Kurz darauf durfte ich nämlich verblüfft einem älteren Herrn dabei zusehen, wie er die Fußplatten aufhob und beherzt in die Big Bags verfrachtete! – Entschuldigung, rief … Weiterlesen