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Zeit zu gehen: der Umzug ins Ausland


Das Meer und endlose Strände vor der Tür, 365 Tage Sonne im Jahr ... – wie schön wäre es, in solch paradiesischen Zuständen zu leben?! Glaubt man den Auswanderer-Serien im Fernsehen, so fragen sich das immer mehr Menschen und versuchen ihr Glück am anderen Ende der Welt. Oft genug erfolglos, denn ein Umzug ins Ausland bedarf rechtzeitiger und sehr sorgfältiger Planung - und daran fehlt es vielen.

Erst ein Urlaub, dann ein Umzug


Wenn Sie sich für einen Umzug ins Ausland entscheiden, sollten Sie vorher auf jeden Fall das auserwählte Land in einem Urlaub besucht haben – klingt banal aber einige Leute treffen nur auf Grund von Fernsehbildern, Fotos und Erzählungen die Entscheidung auszuwandern.

Natürlich ist ein Urlaub nicht vergleichbar mit einem tatsächlichen Leben in dem Land. Dennoch haben Sie die Chance die Leute und die Kultur kennen zu lernen und einen Eindruck von den künftigen Lebensbedingungen zu bekommen.

Immer im Hinterkopf sollten Sie dabei behalten: Es reicht nicht, dass Ihnen der Strand und der Hotel-Pool gefallen – sollten Sie sich für einen Umzug ins Ausland entscheiden, dann werden Sie im einstigen Urlaubsparadies Geld verdienen müssen. Und das ist gerade am Anfang nicht leicht. Grundlegend wichtig: Sie sollten die Landessprache in Wort und Schrift einigermaßen sicher beherrschen, sonst wird es mit der Job- und Wohnungssuche sehr schwierig. Optimal wäre es, wenn Sie schon vor dem eigentlichen Umzug einen Job und eine Wohnung im neuen Heimatland finden.

Wichtige Papiere für einen Umzug ins Ausland


Wer innerhalb der Europäischen Union umzieht, braucht zur Einreise erst einmal nur einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Nach drei Monaten wird aber eine Aufenthaltsgenehmigung für mindestens fünf Jahre benötigt – eine extra Arbeitserlaubnis jedoch nicht, denn allen EU-Bürgern ist es überall in der EU gestattet zu arbeiten oder eine Firma zu gründen.

Bei einem Umzug in ein Land außerhalb der EU gelten andere Einreisebestimmungen, über die Sie das entsprechende Konsulat oder das Auswärtige Amt informiert.

Gerade wenn Sie in ein etwas "außergewöhnlicheres" Land wie zum Beispiel Dubai ziehen wollen, sollten Sie im Vorwege alle wichtigen Dokumente in die Landessprache übersetzen und von amtlicher Stelle beglaubigen lassen.

Ihren Führerschein sollten Sie auf keinen Fall gegen den des neuen Landes eintauschen. In einigen Ländern ist der Führerschein nämlich nur begrenzt gültig und Sie müssten regelmäßig einen Test bestehen, um die Gültigkeit zu verlängern. Ihr deutscher Schein wird innerhalb der EU problemlos anerkannt – für außerhalb empfiehlt sich der internationale Führerschein.

Für in Deutschland abgeschlossene Versicherungen gilt: Ist Ihr Umzug ins Ausland zeitlich auf drei bis fünf Jahre begrenzt, kann es sich teilweise lohnen zum Beispiel die private Haftpflichtversicherung zu behalten. Sie sollten aber auf jeden Fall das Gespräch mit einem Versicherungsberater suchen. Einzig die Hausratsversicherung können Sie ohne viel Nachdenken kündigen, es sei denn Sie behalten Ihre Wohnung in Deutschland.

Es kann auch sinnvoll sein, einen Nachsendeantrag bei der Post einzurichten - unabhängig davon, wie lange Sie im Ausland bleiben.

Sollen die Möbel mit ins Ausland?


Ist der Papierkram erledigt und die Entscheidung für einen Umzug ins Ausland gefallen, stellt sich wie bei jedem Umzug die Frage: was passiert mit den Möbeln?

Da Transporte ins Ausland schnell teuer werden können, sollten Sie über einen Verkauf der größten Teile nachdenken. Wenn Sie sich doch für einen Umzug mit Ihrem gesamten Hab und Gut entscheiden, können Sie hier die günstigsten Angebote von Umzugsunternehmen abfragen und vergleichen. Sollte der Umzug zeitlich begrenzt sein, empfiehlt es sich die Möbel einlagern zu lassen.