Hauseigener Abschleppdienst der Berliner Verkehrsbetriebe kassierte 2021 über eine Million Euro

Laut Medienberichten haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit ihrem hauseigenen Abschleppdienst im vergangenen Jahr mehr als eine Million Euro eingenommen.

Trotz Pandemie: Zahl der umgesetzten Fahrzeugumsetzungen ist gestiegen

Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) in seiner Onlineausgabe Ende Dezember 2021 berichtete, seien in der Bundeshauptstadt zwischen Januar und November rund 7.400 Umsetzungen beauftragt oder durchgeführt worden. Zum Vergleich: Im Vorjahr seien es laut Angaben der BVG rund 7.000 beauftragte oder vollzogene Umsetzungen gewesen.

Den BVG-Angaben zufolge habe die Berliner Polizei in etwas mehr als 2.200 Fällen illegal abgestellte Fahrzeuge von Busspuren oder Tramgleisen geholt. In den restlichen Fällen sei die BVG selbst aktiv geworden: mit dem am Anfang des Jahres 2020 gestarteten hauseigenen Abschleppdienst. Dieser sei mit sieben Abschleppfahrzeugen ausgestattet worden, die für rund 660.000 Euro auf dem Gebrauchtwagenmarkt gekauft worden seien. Die knapp 80 Stellen, die für den BVG-eigenen Abschleppdienst geschaffen worden seien, seien laut dem RBB-Bericht inzwischen auch besetzt worden. Der RBB bezieht sich dabei auf die Aussagen eines Unternehmenssprechers der BVG.

Abschleppen in Berlin: Die Umsetzkosten betragen zwischen 200 und 650 Euro

Setze der hauseigene Abschleppdienst der BVG ein Fahrzeug um, koste das die Fahrzeughalter

  • 208 Euro für einen normalen Pkw
  • und 650 Euro für größere Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen (t) Gewicht.

Das sind die Falschparker-Hotspots von Berlin

Laut Angaben der Berliner Zeitung (BZ) gebe es in Berlin Falschparker-Hotspots: Diese wären Ende 2020 beispielsweise die Sonnenallee (Neukölln), die Potsdamer Straße (Mitte) sowie die Haupt- und Dominicusstraße (Schöneberg) gewesen.

Der BZ zufolge kämen in häufigen Fällen die Autofahrer aber gerade noch rechtzeitig, bevor der bestellte Abschleppwagen eintreffe. Aber: Auch eine daraus resultierende Leerfahrt koste demnach 125,91 Euro.

Spannend: Weite Wege Abschleppwege in Berlin

Die Berliner Woche schreibt in einem Bericht, dass die Polizei vor allem in der Berliner City kaum noch Abstellflächen für abgeschleppte Autos fände, so dass die Fahrzeuge weit weg gebracht werden müssten. Weil es immer mehr Gebühren-Parkzonen gebe, in denen ein Parksünder nicht hingebracht werden könne, gebe es demnach kaum noch öffentliche Freiflächen. Angebote für private Verwahrplätze bekäme die Polizei nur in Randgebieten oder im Umland.